10 Jahre Willkommen für Fremde
01.12.2025
Ausstellung 10 Jahre "Willkommen für Fremde“
Die Gemeinde Waldbronn und der Arbeitskreis Asyl „Willkommen für Fremde“ Waldbronn hatten zur Eröffnung der Ausstellung eingeladen, mit der der Arbeitskreis seine zehnjährige Geschichte von Ehrenamt und Integration präsentiert. Die Resonanz war überwältigend. Um die 100 Gäste füllten den neuen Waldbronner Saal, um die Ausstellung zu sehen, aber auch, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Denn es waren nicht nur am Thema interessierte Bürgerinnen und Bürger gekommen, sondern viele Helferinnen und Helfer der ersten Stunde, die die Gelegenheit nutzten, Weggefährten wieder zu treffen und Erinnerungen auszutauschen. Dass viele Gemeinderätinnen und Gemeinderäte sowie Vertreterinnen des Landratsamts unter den Gästen waren, unterstrich die Bedeutung des Themas. Auch die Hauptpersonen der Ausstellung, die Menschen, die in unser Land geflüchtet sind und in Waldbronn eine neue Heimat gefunden haben, waren im Publikum gut vertreten.
Nach der weihnachtlichen Einstimmung durch zwei junge Trompeter des Musikvereins Harmonie Etzenrot stellte Bürgermeister Christian Stalf in seiner Begrüßungsrede seinen Dank an den Ehrenamtskreis für dessen langjähriges Engagement in den Vordergrund. Aus seiner persönlichen Erfahrung in der Stadtverwaltung Hockenheim kam er zum Urteil, dass ohne den ehrenamtlichen Einsatz vieler Bürgerinnen und Bürger die Kommunen vor zehn Jahren die Ankunft der vielen Geflüchteten gar nicht hätten bewältigen können. Aber, anders als mancher sich dies vor Jahren vorgestellt hatte, sei die Arbeit, Geflüchtete aufzunehmen und in unsere Gesellschaft zu integrieren, nicht weniger geworden. Das ehrenamtliche Engagement sei dauerhaft weiter nötig, um Zugewanderten zu ermöglichen, einen Platz in unserer Gesellschaft zu finden.
Der Sprecher des Arbeitskreises Andree Keitel kam zunächst auf die Hintergründe und Motive zur Ausstellung zu sprechen. Es ginge dem Arbeitskreis darum, den Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in den letzten 10 Jahren zu würdigen, aber auch, neue Freiwillige zu finden, die sich vorstellen können, mitzumachen. Wichtigste Aussage der Ausstellung sei aber die Erfolgsbilanz der Integrationsarbeit, die sich vor allem in den Porträts der Personen zeige, die nach ihrer Flucht mit intensiven Sprachkursen und nach oft harten Jahren der Ausbildung heute erfolgreich im Beruf stehen. Es seien diese Ärzte, Krankenschwestern, Straßenbahnfahrer und Techniker, die wir dringend bräuchten.
Gespräche, Erkenntnisse und Erinnerungen vor und zwischen den Ausstellungswänden prägten den weiteren Abend. So wurde die Ausstellungseröffnung auch zu einem schönen gesellschaftlichen Ereignis zum 1. Advent.